Was ist Reittherapie?

Im Mittelpunkt der Reittherapie steht die Interaktion zwischen Pferd und Mensch. Sie bildet die Grundlage für den Aufbau tragfähiger zwischenmenschlicher Beziehungen. Das Pferd bietet von sich aus den Aufbau einer Beziehung an, ohne Vorurteile und Bewertung. Jeder wird angenommen wie er ist.

Pferde können Verhaltensweisen und Gefühle spiegeln und so zu einer Kommunikation ohne Worte führen. Sie erlauben und genießen Körperkontakt. Die Reittherapie ist kein Setting, in welchem es darum geht reiterliche Fähigkeiten zu erlangen, sondern sich mit allen Sinnen dem Pferd und der Umgebung zu öffnen, Ängste abzubauen, Vertrauen und Selbstwertgefühl aufzubauen.

Die Reittherapie basiert vorwiegend auf psychologisch-therapeutischen Ansätzen, wobei auch pädagogische Konzepte Anklang finden und Wirkungsweisen der Hippotherapie genutzt werden. Sie verbindet somit alle Facetten der therapeutischen Arbeit mit dem Pferd.

In der Reittherapie werden neben Kindern und Jugendlichen auch Erwachsene behandelt. Vorwiegend findet die Settings in Einzelstunden statt, sofern dies jedoch weitere therapeutische Zwecke erfüllt, wird auch in Kleingruppen gearbeitet.

Berücksichtigung findet auch das Krankheitsstadium, in welchem sich eine Person befindet und wie sich die seelische Befindlichkeit derselben darstellt.