Frühförderung


Folgende Schwerpunkte werden bei Kindern im Alter von 4-6 Jahren behandelt:

  • Entwicklungsstörungen,-verzögerungen
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Koordinationsstörungen
  • Selbstbewusstseinsstörungen
  • Sensomotorische Störungen
  • Sensorisch integrative Dysfunktionen
  • Statomotorische Störungen
  • Störung der Grob- und Feinmotorik
  • Störung der Sprachkompetenz
  • Wahrnehmungsstörungen

 

Reittherapeutische Inhalte sind

  •  Beüben u.a. der Feinmotorik, Grobmotorik, basale Eigenschaften, Wahrnehmungen mittels Spiele therapeutischen Inhaltes
  • Unterstützung und Beratung betroffener Familien

 

Reittherapeutische Zielsetzung

  • Problemlösungsorientierter Ansatz, jedoch mit spielerischem Ansatz. Der Spaß und die Freude im Umgang mit und um das Pferd herum sind mit im Vordergrund.
  • Förderung der sensomotorischen und psychisch-emotionalen Grundfunktionen und Fähigkeiten, welche selbständiges, problemlösendes Handeln, entwicklungsaufbauende Lernerfahrungen und soziale Kommunikation ermöglichen
  • Schaffung körperlicher, psychisch-emotionaler und sozialer Voraussetzungen für Selbstsicherheit und Selbststeuerung
  • Analyse der zugrundeliegenden Strukturen für Denken und Handeln

 

Pädiatrie


Folgende Schwerpunkte werden bei Kindern von 6-8 Jahren behandelt:

  • Beeinträchtigung der kognitiven Entwicklung in Verbindung mit Wahrnehmungsstörungen (visuelle und auditive Störungen, Teilleistungsstörungen, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen)
  • Lern- und geistigen Behinderungen
  • Psychischen Erkrankungen, wie z. B. Verhaltensstörungen, frühkindlicher Autismus, Essstörungen
  • Störungen im Bereich des Selbstbewusstseins und der Selbstkompetenz
  • Störungen des Bewegungsablaufes im Zusammenhang mit Wahrnehmungsdefiziten (z. B. Sensorische Integrationsstörungen, Dyspraxien, Koordinationsstörungen)
  • Störungen des Bewegungsablaufes in Folge von Hirnschädigungen
  • Störungen in der Sozialentwicklung und Kommunikationsfähigkeit

 

Reittherapeutische Inhalte sind

  • spielerische Tätigkeiten, kreative Prozesse
  • Training von alltagsrelevanten und entwicklungsfördernden Handlungen
  • Beratung von Angehörigen und anderen Bezugspersonen

 

Reittherapeutische Zielsetzung

Übergeordnetes Ziel ist immer größtmögliche Handlungskompetenz und im Zusammenhang damit die größtmögliche Selbständigkeit des Kindes. Dazu zählen u. a.:

  • Verbesserung der Bewegungsabläufe, der Tonusregulation und der Koordination
  • Umsetzung und Integration von Sinneswahrnehmungen / sensorische Integration und die Verbesserung der Körperwahrnehmung und des Körperschemas
  • Entwicklung und Verbesserung von kognitiven Fähigkeiten wie Konzentration und Ausdauer
  • Entwicklung und Verbesserung von sozio-emotionalen Kompetenzen, u. a. in den Bereichen der emotionalen Steuerung, der Affekte, der Motivation oder der Kommunikation
  • Integration des Kindes in Familie und Umwelt
  • Kompensation bleibender Defizite

 

Reittherapie in der Neurologie


Reittherapie wird u. a. bei Menschen mit Erkrankungen des zentralen Nervensystems, des Rückenmarkes und der peripheren Nerven verordnet, wie z.B.:

  • Apoplektischer Insult
  • Tumore
  • Morbus Parkinson
  • Enzephalomyelitis disseminata (Multiple Sklerose)
  • Demenzen unterschiedlicher Genese

Hierbei ist auf die Schwere und Befindlichkeit des Patienten und seiner Erkrankung zu achten.
Es muss Rücksprache hierüber stattfinden.

 

Reittherapeutische Inhalte sind

  • Selbsthilfetraining
  • kognitives und neuropsychologisches Training
  • sensomotorisch / perzeptives Training
  • sozial-kommunikatives Training
  • Vorbereitung auf die berufliche Wiedereingliederung
  • Angehörigenberatung und -anleitung
  • Steigerung der Lebensqualität und Lebensfreude

 

Reittherapeutische Zielsetzung

  • Verbesserung der zentral bedingten Störungen von Grob- und Feinmotorik zur Stabilisierung sensomotorischer und perzeptiver Funktionen einschl. der Verbesserung von Gleichgewichtsfunktionen
  • Verbesserung von neuropsychologischen Defiziten und Einschränkungen der kognitiven Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Konzentration, Merkfähigkeit, Gedächtnis oder Lese-Sinn-Verständnis, das Nachvollziehen von Teilschritten einer Handlung, das Erkennen von Gegenständen oder das Erfassen von Räumen, Zeit und Personen
  • Erlernen von Ersatzfunktionen
  • Entwicklung und Verbesserung der sozio-emotionalen Fähigkeiten u. a. in den Bereichen der emotionalen Steuerung, der Affekte oder der Kommunikation
  • Training von Alltagsaktivitäten im Hinblick auf die persönliche, häusliche und berufliche Selbständigkeit
  • Erhöhen der intrinsischen Motivation

 

Reittherapie in der Psychiatrie


Reittherapie findet in diesem Bereich bei Menschen mit folgenden Erkrankungen statt:

  • Endogene Psychosen (z.B. Schizophrenien, Depression, Manie)
  • Organische Psychosen (z.B. Demenz, Alkohol- und Drogenpsychosen, hirn-organisches Psychosyndrom)
  • Borderline-Persönlichkeitsstörungen
  • Neurosen und Persönlichkeitsstörungen (z.B. Zwangs-, Angstneurose, neurotische Depression, paranoide Persönlichkeit)
  • Abhängigkeiten (z.B. Alkohol-, Drogen-, Medikamenten-, Spielsucht)
  • psychosomatische Erkrankungen und funktionelle Störungen (z.B. Essstörungen, Migräne, Schlafstörungen, Colitis UIcerosa, psychogene Herzkreislaufstörung)
  • spezifische Störungen des Kindes- und Jugendalters (z.B. Autismus, Verhaltens- und Entwicklungsstörungen)

Hierbei ist auf die Schwere und Befindlichkeit des Patienten und seiner Erkrankung zu achten.
Es muss Rücksprache hierüber stattfinden.

 

Reittherapeutische Inhalte sind

  • gruppendynamische Prozesse
  • handwerkliche und gestalterische Tätigkeiten
  • Hirnleistungstraining
  • Trainingsmaßnahmen für die Selbständigkeit im Alltag
  • arbeitstherapeutische Maßnahmen

 

Reittherapeutische Zielsetzung

  • Verbesserung der Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit
  • Erwerb von sozialen Kompetenzen
  • Verbesserung von Defiziten im affektiven, kognitiven und sensomotorischen Bereich
  • Verbesserung von Ausdrucksfähigkeiten
  • Wiedereingliederung in den Wohn- und Arbeitsbereich

 

Reittherapie in der Arbeit mit geistig Behinderten


Reittherapie wird u. a. verordnet bei:

  • Geistig Behinderten, die einer besonderen Förderung bedürfen.

 

Reittherapeutische Inhalte sind

  • basale Stimulation
  • Behandlung von Körperschemastörungen
  • Koordinationstraining, Übungen zur Grob- und Feinmotorik
  • psychosoziale Verfahren
  • Training von Arbeitsfähigkeit, Arbeitsplatzadaptation
  • Training im lebenspraktischen Bereich

 

Reittherapeutische Zielsetzung

  • Ziel der Reittherapie ist die Wiederherstellung, Verbesserung oder Kompensation der behinderungsbedingten, eingeschränkten Funktionen und Fähigkeiten und bewegt sich in allen großen, lebenspraktischen Bereichen sowie Selbstkompetenzen.